Grußwort der Körber-Stiftung und der Weichmann-Stiftung

Liebe Gäste der Tage des Exils



was zum dritten Mal stattfindet – so ein gängiges Bonmot – ist bereits eine Reihe. Ich darf Sie also ganz herzlich bei unserer Reihe »Hamburger Tage des Exils« Willkommen heißen. Mehr als 50 Hamburger Kultur-, Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen beteiligen sich in diesem Jahr mit eigenen Angeboten. Entstanden ist ein weit gespanntes und hochkarätiges Programm aus Lesungen, Konzerten, Ausstellungen, odiumsgesprächen, Theaterstücken oder Filmen, das einlädt, sich mit Schicksalen und Erfahrungen von Flucht, Vertreibung und Exil historisch und aktuell zu beschäftigen. 60 Veranstaltungen an 45 Orten in der Stadt schaffen über fünf Wochen hinweg immer wieder neue Gesprächsanlässe und geben Denkanstöße, um Fragen von Heimat, Identität und Zusammenhalt am Zufluchtsort Hamburg zu diskutieren.

Die Tage des Exils gehen zurück auf eine Initiative der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung. Sie hat 2015 mit der Körber-Stiftung und vielen weiteren zivilgesellschaftlichen und staatlichen Partnern dieses Gemeinschafts- programm ins Leben gerufen und erstmals im Frühjahr 2016 durchgeführt. Das Anliegen war, vor dem Hintergrund der aktuellen Fluchtbewegung daran zu erinnern, dass während des Nationalsozialismus Hunderttausende Menschen aus Deutschland vertrieben wurden und ins Exil geflohen sind. 

Nicht zuletzt aus dieser besonderen Verantwortung heraus fühlen wir uns aufgerufen, darüber aufzuklären, was Exil für die Betroffenen und die Aufnahmegesellschaft bedeutet: Wie mit Verlusterfahrungen umgehen? Welche Wege in ein neues Leben beschreiten? Wie Brücken für Begegnung und gegenseitiges Kennenlernen bauen?

Die Körber-Stiftung richtet in diesem Jahr unter Einbeziehung der Weichmann-Stiftung und vieler weiterer Unterstützer die Tage des Exils aus und wird diese Initiative künftig weiterführen. Sie ist Teil der Schwerpunktaktivitäten, mit denen wir unter dem Titel »Neues Leben im Exil« zu Gesprächen, Reflexionen und Begegnungen einladen. Unser Dank gilt den vielen Partnern in Hamburg, die sich an den Tagen des Exils beteiligen und sie in dieser Vielfalt erst möglich machen. Und wir freuen uns und betrachten es als große Ehre, dass der renommierte Schriftsteller Abbas Khider die Schirmherrschaft über die Tage des Exils 2018 übernommen hat. Ihnen, liebe Gäste, wünschen wir viele spannende Begegnungen, Gespräche und Anregungen.



EINE INITIATIVE DER

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