Donnerstag 29. Juni 2017

10 Uhr Wovon junge Menschen träumen

18 Uhr NS-verfolgte Musikerinnen und Musiker im Exil - Teil I & II

19 Uhr Havarie


» Wovon junge Menschen träumen…

Schülergespräch

 

Nichts Besonderes verlangen Humayra Bakhtyar aus Tadschikistan und Ananya Azad aus Bangladesch: Meinungsfreiheit und das Recht, sich zu verlieben. Das reicht für Morddrohungen gegen die Journalistin und den Blogger. Im Gespräch mit Johannes v. Dohnanyi erzählen sie von den Träumen junger Leute in vielen islamisch geprägten Ländern. Mit Übersetzung aus dem Englischen. Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit erläutert, warum Pluralismus täglich gelebt werden muss.

 

Veranstalter: Hamburgische Bürgerschaft und Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte

Förderer: Körber-Stiftung

 

Donnerstag, 29. Juni, 10 bis 11.30 Uhr

Rathaus Hamburg, Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg.

Veranstaltung für Hamburger Schulen auf Einladung, Anmeldung unter veranstaltungen@bk.hamburg.de

 

oben: Humayra Bakhtyar, Foto: © Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte

unten: Ananya Azad, Foto: © Valeska Achenbach



Die Familie Kabisch-Dessau 1939 in Cuxhaven auf dem Weg ins amerikanische Exil, © Eva Kabisch-Dessau
Die Familie Kabisch-Dessau 1939 in Cuxhaven auf dem Weg ins amerikanische Exil, © Eva Kabisch-Dessau

» NS-verfolgte Musikerinnen und Musiker im Exil

Bebilderte Vorträge mit Musikbeispielen

 

Teil 1: Donnerstag, 29. Juni, 18 bis 19 Uhr

Musikwissenschaftler aus der Arbeitsstelle »Verfolgte Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit« geben Einblicke in das Internetprojekt »LexM«. In Teil 1 stellt Peter Petersen das »Deutsche Miserere« von Paul Dessau und Bertolt Brecht vor, das im US-amerikanischen Exil entstand. Danach schildert Sophie Fetthauer, wie die hohe Zahl jüdischer Kantoren im Schanghaier Exil zu harter Konkurrenz, aber auch zu einer kooperativen Organisation ihrer Aufgaben führte.

Buch Claudia Maurer Zenck, © Eva Laffite Verlag
Buch Claudia Maurer Zenck, © Eva Laffite Verlag

Teil 2: Donnerstag, 29. Juni, 19 bis 20 Uhr

 In Teil 2 porträtiert Nicole Ristow den Komponisten Erwin Johannes Bach, Verfasser der »vollendeten Klaviertechnik«, der 1934 Berlin verließ, 1947 nach einer Odyssee durch die UdSSR in die Sowjetisch besetzte Zone zurückkehrte und dort seinen »Ruf an die Menschheit« komponierte. Gleich im Anschluss entwirft Claudia Maurer Zenck eine kurze Geschichte der Exilmusik-Forschung und schildert deren Möglichkeiten bei der Spurensuche nach exilierten Musikerinnen und Musikern.

 

Veranstalter:

Institut für historische Musikwissenschaft, Arbeitsstelle „Verfolgte Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit“ (Universität Hamburg)

 

Donnerstag, 29. Juni, 18 bis 19 Uhr (Teil I) und 19 bis 20 Uhr (Teil II)

Institut für historische Musikwissenschaft, Neue Rabenstraße 13, 20354 Hamburg (Nähe

Dammtor Bahnhof)

Eintritt frei


© »pong film«
© »pong film«

» Havarie

Film, Gespräch und Lesung

 

Nahe der spanischen Küste meldet ein Kreuzfahrtschiff der Seenotrettung ein havariertes Schlauchboot mit einem Dutzend Geflüchteter an Bord. Die Szene aus Merle Krögers Roman »Havarie« geht auf ein reales Ereignis zurück, das auf YouTube präsentiert wird und auch Grundlage des experimentellen Dokumentarfilms »Havarie« ist. Eine Lesung rahmt die Vorführung des Films, den Kröger mit Philip Scheffner drehte. Es folgt ein Gespräch mit der Autorin und dem Regisseur.

 

Veranstalter: Walter A. Berendsohn Forschungsstelle für deutsche Exilliteratur (Universität Hamburg) und Lichtmess-Kino

Förderer: P. Walter Jacob Stiftung

 

Donnerstag, 29. Juni, 19 Uhr

Lichtmess-Kino, Gaußstraße 25, 22765 Hamburg

Eintritt 5 Euro / 4 Euro, Reservierung unter 040 / 390 76 03