Donnerstag 15. Juni 2016

16:30 Uhr Fremdheit und Exil im Spiegel der Kunst

18 Uhr und 20 Uhr Architektur im Exil

18:30 Uhr "Wähle nicht den einfachen Weg" - Gerda Lerner

20 Uhr Rosa Yassin Hassans Roman “Wächter der Lüfte“


Paul Klee, Revolution des Viaductes, 1937, © Hamburger Kunsthalle / bpk, Foto: Elke Walford
Paul Klee, Revolution des Viaductes, 1937, © Hamburger Kunsthalle / bpk, Foto: Elke Walford

» Fremdheit und Exil im Spiegel der Kunst

Vortrag und Führung

 

Das Leben im Exil hat eine bestürzend lange Geschichte, die ihren Niederschlag nicht nur in zahlreichen Künstlerbiographien, sondern häufig auch in den Werken selbst gefunden hat. In ihrem Rundgang durch die Sammlung der Hamburger Kunsthalle verfolgt die Kunsthistorikerin Gabriele Himmelmann die Spuren von Flucht und Exil in der Kunst von Dominicus van der

Smissen über Gustave Courbet, Max Beckmann und Paul Klee bis in die Gegenwart.

 

Veranstalter: Freunde der Kunsthalle e. V.

 

Donnerstag, 15. Juni, 16.30 bis 19 Uhr

Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall, 20095 Hamburg

Eintritt 22 Euro (Nichtmitglieder zzgl. Eintritt)

Anmeldung erforderlich über anna.cohrs@freunde-der-kunsthalle.de oder www.freunde-der-kunsthalle.de 


Ballinhaus (heute Meßberghof genannt) der Gebrüder Hans und Oskar Gerson, 1922-1924 auf einem Foto der Gebrüder Dransfeld. Quelle: Hamburgischen Architekturarchiv
Ballinhaus (heute Meßberghof genannt) der Gebrüder Hans und Oskar Gerson, 1922-1924 auf einem Foto der Gebrüder Dransfeld. Quelle: Hamburgischen Architekturarchiv

» Architektur im Exil - Teil 1

Doppelausstellung

 

Viele Architekten mussten das nationalsozialistische Deutschland verlassen. Die Doppelausstellung zeigt an zwei parallelen Orten Entwicklungen in Leben und Werk von fünf Exil-Architekten mit biografischem Bezug zu Hamburg: Karl Schneider und Oskar Gerson emigrierten in die USA, Robert Friedmann fand Schutz in Palästina, Ernst May ging über die UdSSR nach Kenia und Gustav Oelsner floh in die Türkei. Der Architekturhistoriker Olaf Bartels führt in Teil 1 der Ausstellung ein.

 

Veranstalter:

Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., Galerie Renate Kammer, Architektur und Kunst, und Gustav-Oelsner-Gesellschaft für Architektur und Städtebau e.V.

 

Donnerstag, 15. Juni, 18 bis 19.30 Uhr

Alfred Toepfer Stiftung F.V.S, Galerie im Georgshof, Georgsplatz 10, 20099 Hamburg

Anmeldung zur Eröffnung bis 12. Juni erbeten unter 040 / 334 02 16

Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch 14 bis 17 Uhr

Eintritt frei 

 

Oelsners Haus der Jugend, Fotograf: Gert von Bassewitz.
Oelsners Haus der Jugend, Fotograf: Gert von Bassewitz.

» Architektur im Exil - Teil 2

Doppelausstellung

 

Beide Ausstellungsteile beleuchten die sozialen und gesellschaftlichen Hintergründe der Emigration, die Aufnahme und den Erfolg der Exilanten in ihren Gastländern, die Entwicklung ihres architektonischen Werkes, Kontinuitäten oder Brüche vor und nach dem Exil. Teil 2 der Ausstellung präsentiert u.a. Architektur-Modelle Gustav Oelsners. Peter Michelis, Vorsitzender der Gustav-Oelsner- Gesellschaft, nimmt in seiner Einführung den von Olaf Bartels gesponnenen Faden wieder auf.

 

Veranstalter:

Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., Galerie Renate Kammer, Architektur und Kunst, und Gustav-Oelsner-Gesellschaft für Architektur und Städtebau e.V.

 

Donnerstag, 15. Juni, 20 Uhr

Galerie Renate Kammer, Architektur und Kunst, Münzplatz 11, 20097 Hamburg

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 12 bis 18 Uhr, Samstag 11 bis 15 Uhr

Eintritt frei

www.galerierenatekammer.de


 » "Wähle nicht den einfachen Weg" - Gerda Lerner

Bebilderte Lesung

 

Gerda Lerner, 1920 als Jüdin in Wien geboren, promovierte nach ihrer Flucht in die USA, nach Ehe und Familie 46jährig als eine der ersten über ein frauengeschichtliches Thema. Sie kämpfte dafür, Women’s History als Studienfach zu etablieren. Gemeinsam mit der Historikerin und Zeichnerin Birgit Kiupel stellt die Schauspielerin und Sprecherin Katharina Schütz Gerda Lerners neuaufgelegten Roman "Es gibt keinen Abschied" und ihre Autobiografie „Feuerkraut" vor.

 

Veranstalterinnen: Katharina Schütz und Birgit Kiupel.

Förderer: Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung, Czernin-Verlag, Kulturbehörde Hamburg

 

Donnerstag, 15. Juni, 18.30

Vortragsraum der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

Eintritt frei

 

 

Fotos (von oben links):

Gerda Lerner © Czernin-Verlag

Birgit Kiupel © privat

Katharina Schütz © Thomas Pritschet

 



links: Rosa Hassan (Foto: Miguel Hernandez), rechts: Johannes von Dohnanyi (Foto: privat)
links: Rosa Hassan (Foto: Miguel Hernandez), rechts: Johannes von Dohnanyi (Foto: privat)

» Rosa Yassin Hassans Roman “Wächter der Lüfte“

Szenische Lesung und Diskussion

 

In „Wächter der Lüfte“ beschreibt Rosa Hassan das Leben der Syrer vor dem Bürgerkrieg. Die Geschichte der Dolmetscherin Anat und des Untergrundaktivisten Dschawad im staatlichen Räderwerk zeigt, wie sehr Terror und Tod den Menschen bis in die intimste Privatheit verletzen. Die Schauspieler Hans Heller und Astrid Kramer präsentieren ausgewählte Romanpassagen. Im Anschluss diskutiert der Journalist Johannes von Dohnanyi mit der Autorin und dem

Publikum.

 

Veranstalter: Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte, Litensemble Hamburg.

Förderer: Kulturbehörde Hamburg

 

Donnerstag, 15. Juni, 20 Uhr

The Box, Borselstr. 16 F, 22765 Hamburg

Eintritt 15 Euro