Mittwoch 14. Juni 2017

18 Uhr Politiker, Dichter und andere Geflüchtete

18:30 Uhr Erwin Panofsky - ins Paradies vertrieben

19 Uhr Hamburger Rede zum Exil

19:30 Uhr Richter Fritz Valentin


Heine-Denkmal (Foto: Wiebke Johannsen)
Heine-Denkmal (Foto: Wiebke Johannsen)

» Politiker, Dichter und andere Geflüchtete

Stadtrundgang

 

Auf dem Rathausmarkt erinnert die Historikerin Wiebke Johannsen an das NS-bedingte Exil von Elsbeth und Herbert Weichmann und an die Lebenswege der heutigen Bürgerschaftsmitglieder Mehmet Yildiz und Filiz Demirel. Am Denkmal des vertriebenen Dichters Heine, das dank des Remigranten Arie Goral erneuert wurde, bringt sie Exil-Dichtung zu Gehör. Im Gespräch mit Aktiven einer Flüchtlingsorganisation wird das Exil befragt, verortet und entgrenzt.

 

Veranstalterin: Wiebke Johannsen

 Förderer: KZ-Gedenkstätte Neuengamme

 

Stadtrundgang, Mittwoch 14. Juni, 18 bis 20:30 Uhr

Vor dem Rathaus, Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg. Karten 10 Euro / 7 Euro (die Hälfte geht an die Flüchtlingsorganisation), ohne Anmeldung

  


Quelle: Warburg-Archiv Hamburg
Quelle: Warburg-Archiv Hamburg

 » Erwin Panofsky - ins Paradies vertrieben

Vortrag

 

„Ins Paradies vertrieben“ empfand sich der damals 41-jährige Ordinarius für Kunstgeschichte der Hamburgischen Universität, als er 1934 die rettenden USA erreichte. Die Kunsthistorikerin Karen Michels zeigt in ihrem Vortrag, wie sehr Erwin Panofskys erfolgreiches Wirken im Exil von seiner Hamburger Zeit bestimmt war. Sie präsentiert erstmals Ergebnisse ihres im Herbst erscheinenden Buches „Sokrates in Pöseldorf. Erwin Panofskys Hamburger Jahre“. 

 

Veranstalter:

Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung

 

Mittwoch, 14. Juni, 18.30-19.15 Uhr

Hörsaal J des Universitätshauptgebäudes, Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg

Eintritt frei, Kontakt: info@h-w-s.org und 040 / 428 38 76 38

 


Foto: Thomas Dorn
Foto: Thomas Dorn

» Nach der Flucht: Gedanken über das restliche Leben

Hamburger Rede zum Exil

 

Der Flüchtling wird meist als Objekt betrachtet. Als ein Problem, das gelöst werden muss. Als Zahl. Als Kostenpunkt. In seiner Rede zum Exil führt Ilija Trojanow vor Augen, die die Flucht fortwirkt, ein Leben lang. Unabhängig von individuellen Prägungen, unabhängig davon, ob man sich integriert oder außen vor bleibt. Der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller spricht über »die Zumutungen und Chancen eines Neuanfangs, der an die Vergangenheit gekettet ist«.

 

Veranstalter:

Weichmann-Stiftung und Körber-Stiftung

 

Mittwoch, 14. Juni, 19 Uhr

KörberForum, Kehrwieder 12, 20457 Hamburg, HVV U3 und Bus 111 bis Baumwall

Eintritt frei, Anmeldung ab 31. Mai unter www.koerberforum.de 


Foto: privat
Foto: privat

 » Richter Fritz Valentin

Vortrag und Gespräch

 

Fritz Valentin (1897–1984) war Christ jüdischer Herkunft. Als Anhänger der Konservativen Revolution sah er die Weimarer Republik kritisch. Von den

Nationalsozialisten ins Exil getrieben, änderte er jedoch seine Haltung. Nach seiner Rückkehr gab er der Hamburger Nachkriegsjustiz als Senatspräsident wichtige fortschrittliche Impulse. Er verstand das Richteramt als Schutz gegen Machtmissbrauch und Intoleranz. Die Historikerin Ursula Büttner stellt den kirchlich aktiven Juristen vor.

 

Veranstalter:

Evangelische Akademie der Nordkirche

 

Mittwoch, 14. Juni, 19.30 Uhr

Evangelische Akademie der Nordkirche, Dorothee-Sölle-Haus, Königstraße

54, 22767 Hamburg

Eintritt frei