Tage des Exils 2017

Nach dem großen Erfolg der ersten Hamburger Tage des Exils wird die Veranstaltungsreihe 2017 fortgeführt.

 

 

Wie prägen Flucht und Exil die Vergangenheit und Gegenwart unserer Gesellschaft? Was bedeutet der Heimatverlust für den Einzelnen und wie gelingt das Zusammenleben in der Fremde? Diesen Fragen geht das von der Weichmann-Stiftung initiierte Gemeinschaftsprogramm Tage des Exils auch in diesem Jahr nach. Die Tage des Exils bieten 60 Veranstaltungen in einem dreiwöchigen Programm, das in Kooperation mit der Körber-Stiftung, der Landeszentrale für politische Bildung und der Walter A. Berendsohn Forschungsstelle für Exilliteratur der Universität Hamburg ausgerichtet wird.

 

Rund 6.000 Besucher waren zu Gast bei den 37 Veranstaltungen der ersten Ausgabe der Tage des Exils im Sommer 2016, die unter der Schirmherrschaft von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller stand. Vom 12. Juni bis zum 2. Juli 2017 wird das Angebot aus Gesprächen und Lesungen, Filmvorführungen und Konzerten, Diskussionen und Stadtrundgängen die Hamburger erneut zur Beschäftigung mit den Kontinuitäten zwischen dem historischen politischen Exil und den Fluchtbewegungen der Gegenwart anregen.

 

Erstmals lädt die Weichmann-Stiftung zur Hamburger Rede zum Exil ein, die der Schriftsteller Ilija Trojanow halten wird. Er wird vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen, Beobachtungen und philosophischen Reflexionen darüber sprechen, wie die Flucht ein Leben lang fortwirkt und

welche Zumutungen und Chancen ein Neuanfang birgt, der an die Vergangenheit gekettet ist. Trojanows Romane wie z.B. »Die Welt ist groß und Rettung lauert überall«, »Der Weltensammler« und »Eistau« sowie seine Reisereportagen sind Bestseller und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

 

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der zweiten Hamburger »Tage des Exils« finden Sie hier ab April.